|
Computergenealogie Newsletter 08/2010
|
Newsletter 08/2010
|
|
-
Termine
Vom 23.-25. November 2010 findet im Österreichischen Staatsarchiv (Nottendorfer Gasse 2, A-1030 Wien) eine Internationale Konferenz zum Thema "Archive im Web Erfahrungen, Herausforderungen, Visionen" statt. Diese Tagung wird von ICARUS (International Center for Archival Research) in Kooperation mit dem Diözesanarchiv St. Pölten und dem Österreichischen Staatsarchiv veranstaltet. Referenten aus allen europäischen Staaten sind eingeladen. Es geht vor allem um die heutigen und zukünftigen Herausforderungen an die Archive im Internet und die internationale Zusammenarbeit der Archive. Die Teilnahme ist kostenlos. Nähere Informationen finden Sie hier.
Für den Monat August sind 11 Termine im „genealogischen Kalender“ eingetragen. Die Inhalte der Veranstaltungen sowie Uhrzeiten, Ortsangaben und Veranstalter finden Sie hier.
-
Zeitschriftenschau
Blätter für fränkische Familienkunde Bd. 33 (2010) S. 283 Wilhelm Veeh: Die GFF-Datenbank und der Datenvergleich. Beitrag aus der Zeitschrift Computergenealogie Heft 3 (2009)
Archiv für Familiengeschichtsforschung 13. Jg. Heft 4 (2009) S. 15ff Eva Dickhaut: Forschungsstelle für Personalschriften Lupold v. Lehsten: Biographie-Portale online und http://www.bkge.de/heimatsammlungen
Archiv für Familiengeschichtsforschung 14. Jg. Heft 1 (2010) S. 32 Für Sie geklickt: http://www.genteam.at Seit 2010 erscheint das Archiv für Familiengeschichtsforschung im Verlag Degener, Insingen.
-
75 Jahre Sozialversicherung USA
Präsident Roosevelt unterzeichnete am 14. August 1935 das Gesetz “Social Security Act” und begründete damit als „New Deal“ die amerikanische Sozialversicherung gegen den Willen der Republikaner. Ab Mitte November 1936 wurde der erste Block von 1000 der neunstelligen „Social Security Number“ (SSN) für die berufstätigen US-Bürger ausgegeben. In der Nummernfolge stellen die ersten drei Ziffern (area code) den Staat dar, in dem der Antragsteller wohnte, vergleichbar mit den ersten drei Ziffern der US-Postleitzahlen (ZIP-Code). Die beiden nächsten Ziffern sind ein Gruppen-Code und nur die letzten vier Ziffern sind die fortlaufenden Seriennummern. Die Nummer wird nicht nur in Rentenangelegenheiten, sondern auch von den Finanzbehörden genutzt. Sie entspricht der in vielen Ländern verwendeten Personenkennziffer. Die Daten zu Geburt und Tod werden nach dem Tod allgemein zugänglich gemacht und sind eine große Hilfe bei der Familienforschung.
-
Kodachrome-Film gestorben
Die letzte Filmrolle des legendären Kodachrome-Diafilms, der seit 1935 produziert und bis 2009 vertrieben wurde, wird in diesem Jahr entwickelt. Nur bis zum 30. November 2010 werden von Kodak Photo Service SA in CH 1001 Lausanne/Schweiz noch Filme zur Entwicklung angenommen. Dasselbe gilt auch für die Super-8-Filme von Kodachrome. Das gilt nicht für die Negativ- und Diafilme (Ektachrome), die nach dem heute üblichen E-6-Prozess verarbeitet werden. Das Besondere am Kodachrome war, dass es eigentlich ein Dreischichten-Schwarzweißfilm war, bei der erst in einem komplizierten dreistufigen Umkehrbelichtungs- und Entwicklungsprozess die Farbstoffe eingelagert wurden.
-
Frankreichs Archive Online
Alle französischen Archive sind auf der Landkarte zu finden und verlinkt: in blau die Departementsarchive, in rot die sonstigen Archive. In der Liste unterhalb der Karte ist bei vielen Archiven vermerkt: Archiv online (archives en ligne). Das bedeutet in der Regel, dass auch die dort lagernden Kirchenbücher und Zivilstandsregister in digitalisierter Form angeboten werden. Die vorhandenen Mikrofilme wurden eingescannt und meist in einer Adobe-Flash-Anwendung präsentiert. Darin lassen sich die Seiten einfach vergrößern und verschieben und die Bilder heller oder dunkler machen und natürlich ausdrucken bzw. in eine pdf-Datei speichern, wenn man einen entsprechenden Druckertreiber installiert hat.
Auch das Archiv des Départements du Bas-Rhin in Straßburg bietet seit Juli 2010 die digitalisierten Kirchenbücher und Zivilstandsregister des Arrondissment Saverne bis 1892 und der Stadt Straßburg bis 1912 zur Einsicht an. Die Dezennaltabellen des Arrondissment Saverne stehen für den Zeitraum bis 1892 bzw. 1942 und die der Stadt Straßburg bis 1952 zur Verfügung.
Leider sind noch nicht alle für unsere Forschungen wichtigen grenznahen Archive online, es fehlt z. B. das Departementsarchiv Moselle (in St-Julien-les-Metz). Das einzige Archiv, das bisher Gebühren für die Nutzung verlangt, ist das Departementsarchiv Meurthe-et-Moselle in Nancy.
-
Angebote aus Homburg/Saar
Das Archiv der Stadt Homburg/Saar bietet in den Rubriken Bild- / Medienbestand, Bücher, Festschriften, Periodika und Zeitungen u.a. digital an:
* Saarpfalz-Hefte, Blätter für Geschichte und Volkskunde 1983-2005 * Saarpfalz-Sonderhefte 1987-2005 * Homburger Hefte 1975-1982 * Homburger Soldatenbriefe 1940-1944 * Blätter zur Geschichte der Stadt Homburg 1985 * Galerie der Glasplatten und Ansichtskarten mit Homburger Ansichten u.a. des Fotografen Hellmann * Festschriften 1936-2006 * Adressbuch der Westpfalz (Homburg, St. Ingbert, Zweibrücken) 1911/12 (siehe auch: http://www.dilibri.de/content/structure/97916)
Register nach Themenbereichen und Autoren erleichtern die Suche.
-
Stadtarchiv Düsseldorf
Nach dem Wasserschaden am 1. Juli steht das Stadtarchiv Düsseldorf an seinem neuen Standort Worringer Straße 140 ab 15. Juli wieder eingeschränkt für Besucher zur Verfügung. Im technischen Lesesaal mit den Mikrofilm- und Mikrofichelesegeräten gab es noch Einschränkungen. Das Ende der Renovierungsarbeiten wird gegen Ende Juli erwartet. Die Öffnungszeiten sind montags bis donnerstags von 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr, freitags von 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr. Für Ahnenforscher gibt es u.a. die Düsseldorfer Kirchenbuchkopien (ab 1603), Adressbücher (ab 1844), Totenzettel (ab 1741) und Bürgerbücher ab 1854. Recherchen in Einwohnermeldeunterlagen und Hausbüchern sind durch Archivmitarbeiter möglich. Die neu eingelieferten Zivilstandsregister werden z.Zt. digitalisiert und hoffentlich ab Herbst dieses Jahres an den PCs im Benutzersaal frei zugänglich sein.
-
Bundesarchiv online
Das Bundesarchiv präsentiert im Internet die Onlineversion des Gedenkbuchs für die Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung in Deutschland (1933-1945). Sie enthält in der 2. Auflage die Namen, persönlichen Daten und Schicksalswege von derzeit 159.972 Personen, die zwischen 1933 und 1945 im Deutschen Reich lebten und aufgrund ihrer wirklichen oder vermeintlichen jüdischen Herkunft oder Religion Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung wurden. Die Internetnutzer sind aufgerufen, Ergänzungen und Korrekturen zu den Opferdaten des Gedenkbuches an das Bundesarchiv zu senden und so die laufenden Arbeiten daran zu unterstützen. Bitte nutzen Sie dazu entweder die Möglichkeit zur Rückmeldung, die Ihnen bei jedem Einzeleintrag angeboten wird, oder die spezielle Kontaktadresse gedenkbuch@bundesarchiv.de.
Himmlers "Geisteselite" mit seinen abstrusen Ideen z.B. über Goldsuche in deutschen Flüssen oder das germanische "System der Geburtenregelung" ist in "Das Ahnenerbe der SS" dokumentiert. Das Findbuch zum Bestand NS 21 Forschungs- und Lehrgemeinschaft "Das Ahnenerbe" ist jetzt online zugänglich.
-
Meta-Suche in Archiven
Im Archivalia-Blog hat Klaus Graf einige Webadressen genannt, in denen gleichzeitig in mehreren Archiven nach Archivalien gesucht werden kann.
-
Neue GFF-CD 2010
Die neue Genealogie-CD der Gesellschaft für Familienforschung in Franken (GFF) wurde im Juli veröffentlicht. Der Gesamtdatenbestand ist erweitert, die Bibliotheksverzeichnisse der GFF und des Genealogischen Kreises in Erlangen sind enthalten, der NameFinder 4.0 für die Suche in den GFF-Datenbanken ist verbessert und das Verzeichnis der Ortsnamen Orbis Latinus ist dabei. Die aktuelle GFF-Homepage, das Inhaltsverzeichnis der Bände 1-30 und die aktuelle Version von GF-Ahnen 9.0 (Demo) mit Handbuch und Anleitung sind auf der CD. Preis: 14/21 Euro (Mitglieder/Nichtmitglieder). GF-Ahnen Version 10 wurde anläßlich der Jahreshauptversammlung am 6.3.2010 vorgestellt. Dabei wurde auch der Programmierer Werner Bub zum Ehrenmitglied der GFF ernannt.
|